Einleitung

Regionale Versandkosten können Sie dem jeweiligen Onlineshop entnehmen, indem Sie am Ende der Internetseite auf Versandkosten klicken oder bei der Bestellung im Wareneingang. Spätestens bei der Gesamtansicht der Bestellung sollten Sie diese übersichtlich angezeigt bekommen. Falls es sich um einen Download/ Streaming handelt (bsp. Filme, Musik werden keine Versandkosten angerechnet - nicht verwechseln mit MWST)

Online-Shopping: Waren im Ausland bestellen

Jede Sendung aus dem Ausland ist grundsätzlich zoll- und mehrwertsteuerpflichtig und muss von der anmeldepflichtigen Person bei der Zollverwaltung zur Veranlagung angemeldet werden. Im Post- und Kurierverkehr müssen Sie das nicht selber machen, die Dienstleister (z.B. die Post, DHL, UPS usw.) übernehmen diese Aufgabe.

Zoll- und Mehrwertsteuerbeträge werden nicht erhoben, sofern sie höchstens 5 Franken pro Zollanmeldung ausmachen. Bei Sendungen mit dem folgenden Gesamtwert muss also keine Mehrwertsteuer bezahlt werden (Gesamtwert = Warenwert inkl. Kosten für Transport, Verzollung, Versicherung, Zollabgaben usw.):

Sendungen mit Gesamtwert bis 65 Franken (beim MWST-Satz von 7,7 %)

Sendungen mit Gesamtwert bis 200 Franken (beim MWST-Satz von 2,5 %)

Der von der Schweizerischen Post berechnete Verzollungspreis hängt von der Herkunft und vom MWST-Wert der Sendung (steuerbarer Warenwert der Sendung) ab. Für Sendungen aus Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien beträgt die Grundgebühr 11.50 Franken, für Sendungen aus allen anderen Ländern 16 Franken. Hinzu kommt ein Zuschlag von 3% des steuerbaren Warenwerts (ohne Importangaben und Zollabfertigung).

Einleitung:

Was zählt alles zum Ausland? Um zu wissen wann etwas verzollt wird, müssen wir zuerst den Begriff Ausland genauer definieren. Zoll fällt generell nur bei Waren an, die aus sogenannten Drittländern eingeführt werden. Unter Drittländern versteht man Staaten, die keine Mitgliedstaaten der EU sind. Dazu gehören beispielsweise Norwegen, China, die USA, Kanada oder die Schweiz. Bei Sendungen innerhalb der EU fallen keine Zollgabgaben an.

EU Mitgliedstaaten:

Leider gibt es auch innerhalb der Europäischen Union Ausnahmen. So gibt es einige Gebiete, die zwar zum Zollgebiet der Europäischen Gemeinschaft gehören, aber nicht zu deren Steuergebiet.

Gebiete außerhalb des EU-Steuergebiets:

die britischen Kanalinseln (unter anderem Jersey)

die Überseedepartements Frankreichs (Martinique, Guadeloupe, Réunion und Französisch-Guayana)

die Kanarischen Inseln

die Ålandinseln

der Berg Athos in Griechenland

die Insel Helgoland und das Gebiet von Büsingen für die Bundesrepublik Deutschland

Livigno, Campione d'Italia und die italienischen Hoheitsgewässer des Luganer Sees für die Italienische Republik

die Färöer-Inseln und Grönland für das Königreich Dänemark

Ceuta und Melilla und die Kanarischen Inseln für das Königreich Spanien.

Sendungen aus diesen Gebieten werden grundsätzlich gleich behandelt, wie Sendungen aus Drittländern. Bei Überschreitung der Freigrenze, wird aber nur die Einfuhrumsatzsteuer (EuSt.) erhoben. Bei allen anderen Ländern wird zusätzlich zur EuSt. auch der Zollbetrag fällig. Die Begriffe Freigrenze, Einfuhrumsatzsteuer und Zollbetrag werden im nächsten Punkt erklärt.

Freigrenzen und Einfuhrabgaben Um die Einfuhrabgaben vollkommen verstehen zu können, müssen zuerst ein paar Begriffe erklärt sein:

Begriffe:

Warenwert: Wert der Ware ohne Transportkosten

Zollwert: Der Zollwert ist der Wert der Ware inkl. Transportkosten bis zur EU-Grenze. Der Zollwert wird für die Berechnung des Zollbetrags benötigt.

Zollbetrag: Dieser Betrag stellt die Abgaben an den Zoll dar. Er errechnet sich aus Zollwert und Zollsatz.

Zollsatz: Für jede Ware gibt es einen Zolltarif, den Zollsatz, der in Prozent angegeben wird. Auf der Europäischen Zoll-Internetseite findet sich eine abgespeckte Liste der Zollsätze. Der für uns interessanteste Zollsatz, ist der für Videospiele und Filme. Dieser liegt bei 3,5%.

Einfuhrumsatzsteuer: Die Einfuhrumsatzsteuer (kurz EuSt.) entspricht der Umsatzsteuer des jeweiligen Einfuhrlandes (Deutschland: 19% - Österreich: 20%). Diese Steuer wird vom Staat erhoben.

Einfuhrabgaben: Unter Einfuhrabgaben versteht man die gesamten Abgaben, die der Endverbraucher bezahlen muss. Also Zollbetrag + EuSt.

Grundsätzlich können also die folgenden Abgaben anfallen:

Zollbetrag

Einfuhrumsatzsteuer

Ausnahmen von der Abgabenerhebung gibt es bei Waren mit geringem Wert. So werden keine Einfuhrabgaben erhoben, wenn der gesamte Warenwert der Sendung 22 Euro nicht überschreitet.

Am 1. Dezember 2008 wurde die Höchstgrenze für die zollfreie Einfuhr auf 150 Euro erhöht (Quelle: Zoll.de). Das heißt, dass man bei Sendungen bis zu einem Warenwert von 150 Euro keine Zollabgaben zahlen muss. Die Wertgrenze für die Einfuhrumsatzsteuer bleibt jedoch bei 22 Euro! Generell kann also gesagt werden:

Bei einem Warenwert (hier also ohne Transportkosten!) bis zu 22 Euro fallen weder die EuSt. noch die Zollabgaben an.

Bei einem Warenwert über 22 Euro bis 150 Euro fällt nur die EuSt. an.

Bei einem Warenwert über 150 Euro fallen sowohl die EuSt. als auch die Zollabgaben an.

Deutsche haben einen kleinen Vorteil gegenüber den Österreichern, denn der deutsche Zoll fordert Einfuhrabgaben unter 5 Euro nicht ein (Quelle: Zoll.de). Das heißt, für Sendungen nach Deutschland kann der inoffizielleAbgabefreibetrag von 26,30 Euro angenommen werden, da die Abgaben noch unter 5 Euro liegen.

Abgabefreibetrag für Deutschland: 26,30 Euro

Abgabefreibetrag für Österreich: 22,00 Euro

Wie kontrolliert und rechnet der Zoll? Auf dem Paket befindet sich im Normalfall die Information über den Warenwert der Sendung. Trotz dieser Deklaration des Händlers, ist der Zoll befugt Sendungen zu öffnen, und deren Wert zu überprüfen. Sollte es dem Zoll nicht möglich sein den korrekten Warenwert zu ermitteln, bekommt ihr einen Brief, müsst bei der nächten Zollstelle erscheinen, und wenn möglich eine Rechnung oder einen Zahlungsausdruck vorlegen. So berechnen sich die Zollabgaben: Anhand des Warenwerts, kann der Zoll die Abgaben errechnen. Werden die Freigrenzen überschritten, berechnen sich die Abgaben wie folgt: Zollwert * Zollsatz = Zollbetrag

(Zollwert + Zollbetrag) * EuSt. = Einfuhrsteuerabgaben

Zollbetrag + Einfuhrsteuerabgaben = zu zahlende Einfuhrabgaben

Beispiele:‌ 1.) Bei einem amerikanischen Shop wird ein Videospiel für 35 Euro bestellt. Der Versand nach Deutschland beträgt 5 Euro. Da der Zollwert (Warenwert mit Versand) unter 150 Euro liegt müssen keine Zollabgaben bezahlt werden.

(35 Euro + 5 Euro) x 19% = 7,60 Euro

Es muss also eine Einfuhrabgabe von 7,60 Euro gezahlt werden.

2.) Bei einem Shop aus dem EU-Ausland werden 5 Videospiele zu je 40 Euro bestellt. Der Versand nach Deutschland beträgt 15 Euro. Hier ist der Zollwert deutlich über 150 Euro, es fallen also Zollabgaben an. Der Zollsatz für Videospiele liegt bei 3,5%.

(200 Euro + 15 Euro) x 3,5% = 7,525 Euro

(215 Euro + 7,525 Euro) x 19% = 39,43 Euro

Es muss also eine Einfuhrabgabe von 46,96 Euro (7,525 + 39,43) gezahlt werden. Bei Sendungen aus Jersey werden niemals Zollgebühren fällig. Es ist hier also auch egal, ob der Zollwert über 150 Euro liegt.

Sollte die Einfuhrabgabe unter 5 Euro liegen, werden die Abgaben vom deutschen Zoll wie schon erwähnt nicht erhoben, vom österreichischen Zoll allerdings schon. Währungskurse des Zolls Um die Abgabegrenze von 22 Euro nicht zu überschreiten, ist es wichtig zu wissen, mit welchem Währungskurs der Zoll rechnet. Dieser wird nämlich nur einmal im Monat geändert und gilt dann bis zur nächsten Änderung. Wird eine Sendung mit einem Warenwert in Pfund deklariert, wird zur Berechnung der Umrechnungskurs des Zolls herangezogen. Sollte sich der zu bestellende Warenwert also im Grenzbereich bewegen, empfiehlt es sich, zuerst die Zollseite zu besuchen und sich bezüglich der Kurse schlau zu machen.

Transportunternehmen und der Zoll Grundsätzlich sind Transportunternehmen berechtigt, die Zollformalitäten selbst zu erledigen. Das funktioniert dann so, dass das Transportunternehmen die Zollabgaben auslegt und diese dann bei Auslieferung von euch verlangt. Für diese Dienstleistung berrechnen einige Unternehmen eine sogenannte Abfertigungsgebühr. Diese unterscheidet sich je nach Unternehmen.

Die deutsche Post verlangt keine Gebühren. Die österreichische Post will aber, laut mehreren Forenberichten, 10,00 Euro für die Paketnachsendung.

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